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Holz-Terrasse

Holzterrassen sind in der heutigen Zeit beliebter denn je. Hierfür gibt es viele Gründe, verkörpert eine Holzterrasse doch ein natürliches und rustikales Aussehen und strahlt eine sehr viel größere Wärme aus als z.B. Metall. Vor allem im Sommer können Sie mit einer soliden und umsichtig gebauten Holzterrasse nie verkehrt liegen. Desweiteren kann nicht nur Ihr gesamtes Gartenkonzept aufgewertet werden, sondern auch den Wert Ihres Grundstückes evident steigern. Dies spiegelt sich schon in der Tatsache wider, dass eine Holzterrasse mit hochwertigen Tropenhölzern alles andere als billig ist. Falls Sie einen Eigenbau planen, sollten Sie für eine durchschnittlich große Terrasse einen vierstelligen Betrag einkalkulieren. Einen weiteren Aspekt (ebenso wie bei der Überdachung einer Terrasse) stellen bei großen Terrassen die lokal geltenden Bauverordnungen dar. Hier sollten Sie sich sicherheitshalber beim zuständigen Bauamt informieren. Doch worauf müssen Sie beim Bau einer hölzernen Terrasse achten?

Vorbereitungen zum Holzterrassen-Bau

Holzterrassen-BauSchon die Wahl des Holzes für Ihre neue Gartenterrasse mag wohlüberlegt sein. Der Holzbelag sollte möglichst lange halten, natürlich wenig splittern (insbesondere wenn Kinder darauf spielen sollen) und nicht zu pflegeintensiv sein. Wie immer im Leben, gilt es auch bei der Wahl des Belages für Ihre neue Holzterrasse ein paar Kompromisse einzugehen. Douglasie sieht wunderschön aus und hat auch eine hohe Haltbarkeit, kann jedoch ebenso wie Lärche vereinzelt zu leichten Splittern führen (insbesondere bei nicht regelmäßig gepflegten bzw. versiegelten Hirnholz). Dieses Problem tritt bei fast allen langfaserigen Hölzern auf. Eine sinnvolle Alternative (ohne Splitter) wäre z.B. Thermalbuche. Nadelhölzer hingegen neigen in manchen Fallen auch gerne zum Harzen, was natürlich ebenso wenig erwünscht ist. Natürlich entscheiden hier generell Ihre optischen Vorstellungen, ihr Budget und individuellen Präferenzen. Sehr beliebt sind auch Holzterrassen aus Bangkirai, die einen eher dunklen Look aufweisen. Der Kompromiss bei Bangkirai besteht jedoch darin, dass dieses Tropenholz in aller Regel aus Raubbau stammt. Dies ist bei vielen Tropenhölzern der Fall. Generell sollten Sie bei Tropenhölzern auf das FSC-Siegel achten.

Zusammenfassend sollten Sie nicht am falschen Ende sparen: ausschlaggebend für die Qualität und Langlebigkeit im Außenbereich für Holz ist:

  • Holzqualität (insbesondere Stamm)
  • Verarbeitungsqualität (insbesondere Zuschnitt und Hobeln im Sägewerk)
  • Konstruktion der Terrasse (Stichwort: konstruktiver Holzschutz, wenig Feuchtigkeit)

Sind diese Punkte abgehandelt, geht es an die Pflege des Holzes (Oberflächenbehandlung). Dies sollte regelmäßig einmal im Jahr geschehen. Dazu bieten sich sogenannte Pflegeöle für Holz an, die Sie häufig passend zum jeweiligen Holz kaufen können (z.B. Bangkirai-Öl für eine Holzterrasse aus Bangkirai). Durch eine solche Pflegebehandlung schützen Sie nicht nur das Holz, sondern verleihen Ihrer Terrasse auch einen frischen und neuen Look.

Schritt für Schritt zur eigenen Holzterrasse

Sind alle Überlegungen und Messungen abgeschlossen und das notwendige Material im Baumarkt oder Fachhändler besorgt, kann der Bau der Holzterrasse beginnen. Hier noch eine kleine Checkliste:

  • Belags- sowie Traghölzer
  • Kiesschotter und Sand
  • Senkkopfschrauben
  • Betonplatten
  • Holzpfähle samt Seil
  • Schaufel und Wasserwaage
  • Akku- oder netzbetriebener Schrauber
  • Hammer
  • Maßband

Für den Bau sollte Heimhandwerker je nach Geschick und Zeitplan zwischen 1 bis 3 Tagen einrechnen. Der Bau einer Holzterrasse ist bei gutem Wetter also durchaus an einem Wochenende möglich. Nun wollen wir aber loslegen:

1. Stecken Sie die geplante Fläche Ihrer Holzterrasse mit den Holzpfählen ab und spannen Sie ein Seil von einem Pfahl zum nächsten. Überprüfen Sie noch einmal genau die Größe. Testweise können Sie auch Ihre Gartenmöbel im Rechteck platzieren und so den Platzbedarf verifizieren.

2. Mit einer Schaufel müssen Sie nun die Fläche ausheben bis der gesamte Aufbau mit der Oberkante der Belagshölzer die gewünschte Höhe hat. Diese Bretter sollten natürlich mit der Türschwelle abschließen – dann ist die nötige Tiefe erreicht.

3. Füllen Sie nun den Kiesschotter ein. Eine ungefähre Höhe von 12 bis 15cm hat sich in der Praxis bewährt. Eine dünne Schicht an Sand auf den Schotter darf ebenfalls nicht fehlen, um das Verlegen der Betonplatten zu erleichtern.

4. Verlegen Sie nun die Betonplatten orthogonal in einer Reihe, wobei Sie zu jeder Seite einer Platte ca. einen halben Meter Platz lassen. An den Rändern müssen jeweils die Platten genau anliegen. Richten Sie alle Betonplatten genau aus.

5. Verlegen Sie nun die Tragbalken quer zur Richtung der Belagshölzer auf die Betonplatten. Sie müssen parallel zueinander und orthogonal zur Hausfassade verlaufen. Natürlich müssen alle Tragbalken auf den Betonplatten eben aufliegen.

6. Nun werden die Belagshölzer mit einem Akkuschrauber und Senkkopfschrauben auf die Traghölzer aufgebohrt. Arbeiten Sie hier bitte sehr sorgfältig. Achten Sie ebenfalls darauf, zwischen den einzelnen Belagsbrettern einen Abstand von ein paar Millimetern einzuhalten, damit Regenwasser problemlos abfließen kann.

7. Wenn alle Belagshölzer verschraubt sind, ist Ihre Holzterrasse fertig. Überstände an den Rändern können abgesägt werden oder mit der Flex begradigt werden.

8. Säubern Sie Ihre Terrasse gründlich und imprägnieren bzw. versiegeln Sie die Hölzer.

Sie haben es geschafft. Wir wünschen Ihnen viele schöne Stunden auf Ihrer neuen Holzterrasse!

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