Planung der Terrasse
Die Terrasse bildet nicht selten das Zentrum des Gartens oder alternativ einen ruhigen Ort der Entspannung. Dabei beschränken sich Terrassen nicht mehr nur auf einen ebenen Anbau am Haus oder im Garten, sondern existieren ebenso als moderne Lifestylekonstruktionen auf dem Dach. Solche Dachterrassen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die klassische Terrasse als Hausanbau erfordert hingegen entweder stabile Konstruktionen aus Beton und Holz als Unterbau oder steinerne Stützmauern. Der Belag einer Terrasse will wohl überlegt sein, da er nicht selten schutzlos der Witterung und den Naturgewalten ausgesetzt ist und dennoch eine hohe Lebenserwartung aufweisen soll. Natürlich spielt hier auch der Preis eine zentrale Rolle, weswegen wir in unserem Kapitel über die Materialen von Terrassen darauf noch genauer eingehen.
Viele Haus- und Gartenbesitzer planen und bauen ihre Terrassen in der Zwischenzeit selbst. Hierbei gibt es neben der Materialauswahl auch noch viele weitere Aspekte zu berücksichtigen, angefangen von der Größe bis hin zur geplanten Dekoration und Verschönerung des Terrassenambientes. Wir werden Ihnen helfen, auch diese Hürden erfolgreich zu meistern, damit Ihre eigene Terrasse sich perfekt in Ihr Wohnkonzept integriert. Schließlich soll die Terrasse keine Kostenfalle werden, sondern ein Ort der Erholung und der Freude.
Bau und Planung einer Holzterrasse
Eine Holzterrasse wirkt weich, einladend und gemütlich. Außerdem integriert sie sich durch die Verwendung von Naturmaterialien wunderbar in jedes Garten- und Landschaftskonzept. Gegenüber einer Pflasterung aus Steinen sind Holzterrassen allerdings weniger stabil bzw. weisen eine geringere Lebensdauer auf. Außerdem sind Holzterrassen pflegeintensiver, können jedoch dafür leichter repariert werden, da einzelne Teile schnell austauschbar sind. Dies gilt natürlich nicht für ein Holzpflaster, welches aber sowieso sehr viel stabiler als die klassische Holzterrasse ist. Zentral für die Langlebigkeit einer Holzterrasse ist, dass die einzelnen Hölzer imprägniert sind, um der wechselnden Witterung widerstehen zu können. So kann eine Holzterrasse (je nach Verwendung von Tropen- oder einheimischen Hölzern) ca. 20-30 Jahre überdauern. Das Holz sollte dabei tiefdruckimprägniert sein.
Weiterhin zentral neben der Imprägnierung ist der Unterbau der Holzterrasse. Das Holz darf nicht mit dem Boden in Berührung kommen und sollte von allen Seiten gut belüftet sein, damit es nach Regen und Schnee schnell trocknen kann. In Ihren Überlegungen beim Bau muss stets die Leitmaxime gelten, dass Feuchtigkeit dem Holz in kürzester Zeit schaden kann.
Bau und Planung einer Fliesenterrasse
Mit Fliesen lassen sich die unterschiedlichsten optischen Effekte erzielen. Das Verlegen ist nur auf den ersten Blick ein großes Hindernis, lässt sich aber mit etwas handwerklichen Geschick und einem guten Fliesenkleber auch selbst bewerkstelligen. Die meisten Kleber lassen dem Anwender auch mehrere Minuten Zeit die Ausrichtung der Fliesen zu korrigieren, bevor er erhärtet. Achten Sie beim Verlegen unbedingt darauf, dass unter den Fliesen kein Wassereinschluss vorhanden ist. Ebenso dürfen keine Hohlräume vorhanden oder in Zukunft entstehen können. Ansonsten kann es im Winter passieren, dass dieses Wasser gefriert und teure Keramikfliesen zum Platzen bringt.
Nachdem die Fliesen verlegt sind, müssen diese sehr sorgsam verfugt werden. Abschließend müssen die Fugen noch versiegelt werden und die Fliesenterrasse ist fertig. Achten Sie jedoch bei der Auswahl der Fliesen unbedingt darauf, dass diese auch frostsicher sind, sonst wird Ihre neue Terrasse den nächsten Winter nicht unbeschadet überleben.
Die Terrasse als Architekturkonzept
Terrassen finden nicht nur ihre Verwendung als Aufenthaltsort für die innere Ruhe oder soziale Ereignisse (sei es beim sommerlichen Grillfest oder als Außenareal einer Gastronomie). Sie bilden in der Architektur ebenfalls das zentrale Element des Überganges vom Wohnhaus in den Gartenbereich. Aus diesem Grund finden sich an Terrassen häufig große verglaste und aufwändig gestaltete Durchgänge, die den inneren Wohnbereich nach Außen führen. Dabei muss die Terrasse nicht unmittelbar am Haus liegen: sie kann ebenso in das Gartenareal hineinversetzt sein und durch einen kleinen Weg oder steinernen Pfad erreichbar sein. Selbstverständlich sind auch architektonische Höhenunterschiede zwischen Terrasse und Garten vorstellbar. Weitere Fragen bei der Terrassenplanung stellen sich in der Überdachung. Die klassische Terrasse ist zwar eine Plattform ohne Überdachung, doch insbesondere in den heißen Sommertagen kann ein Sonnenschutz oft sehr sinnvoll sein. Hier bieten sich klassische Markisenkonstruktionen an (sofern die Terrasse ans Haus anschließt). Ebenfalls empfehlenswert und sehr viel moderner sowie flexibler sind jedoch Sonnensegel, die auch mitten im Garten montiert werden können.
Die Geschichte der Terrasse
Die Terrasse kann auch eine sehr lange Geschichte und Tradition zurückblicken. Bereits in der Antike – respektive in Ägypten und Mesopotamien – dienten Terrassen als Fundament für ganze Häuser oder sogar Palastkonstruktionen. Sie glichen hierbei den unebenen Untergrund aus und ermöglichen stabile architektonische Meisterleistungen.
Im antiken Italien hingegen wurde die Terrasse dann (ebenso wie heute) als Ort der Freizeitgestaltung an Villen angebaut. Dieses Konzept wurde durch die Jahrhunderte bis ins Mittelalter immer wieder aufgegriffen und dauerte schließlich bis in die Neuzeit an.